Aktionstag anlässlich des Pogroms in Creglingen 1933

Geschichte passiert nicht irgendwann und irgendwo. Es sind zumeist besondere Taten, die von gewöhnlichen Menschen im Hier und Heute getan und später als erinnerungswürdig angesehen werden.

Zu dieser Erkenntnis gelangten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Realschule Creglingen, die an einem eigens gestalteten Aktionstag den dunkleren Kapiteln der deutschen und der Geschichte Creglingens nachspürten. 

Was passierte eigentlich nach der Machtergreifung der Nazis in solchen Orten wie Creglingen? Wie fanden das die Jugendlichen damals? Welcher Situation sahen sich die Mitbürger jüdischen Glaubens ausgesetzt?

Die drei 9. Klassen nahmen diese Leitfragen zum Anlass, die dramatischen Ereignisse vom 25. März 1933, die drei Menschenleben kosteten, genauer in Augenschein zu nehmen.

Beklemmend eindrücklich empfanden die Jugendlichen den Besuch der Gedenkstätte im alten Rathaus, das an jenem Tag der zentrale Schauplatz der erniedrigenden und menschenverachtenden Misshandlungen durch die SA-Schergen war.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse zum Anlass, sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen.

Unterstützt werden sie dabei weiterhin von den beteiligten Geschichtslehrern David Holler, Leander Götz, Manfred Litwitz und Martin Vogel.